Als du wieder aufwachst, ist dir speiübel. Du fühlst dich matt und fiebrig. Du liegst im Dunkeln auf irgendetwas Weichem.
Wo bin ich? Das heisere Krächzen kam von dir. Deine Halsschmerzen bemerkst du erst jetzt.
Jemand muss dich gehört haben. Ganz langsam und leise öffnet sich ein schmaler, heller Türspalt. Eine dunkle Gestalt tappt auf Zehenspitzen herein.
Hilfe! , kreischst du.
Das Licht geht an. Vor dir am Bett steht Mama - und Papa kommt auch hereingeeilt.
Beruhige dich!
Schön dass du wieder wach bist. Wie geht es dir jetzt?
Pausenlos reden sie auf dich ein: Dass du Fieber hattest, dass der Arzt schon zweimal da war, dass du im Schlaf mehrmals geschrien hast, welche Medikamente dir der Doktor aufgeschrieben hat und ob du Appetit auf Suppe hast...
Nein!
Willst du dein Buch weiterlesen? Du verkriechst dich in die Kissen und schüttelst den Kopf.
Pass auf, dass dir der Stirnwickel nicht verrutscht, wir können dich ja gar nicht mehr sehen.
Das reicht!
Lasst mich einfach schlafen!